DRS 21 Kapitalflussrechnung
Die wichtigsten Änderungen im Vergleich zu DRS 2

Ein Pflichtbestandteil eines handelsrechtlichen Konzernabschlusses (neben Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Eigenkapitalspiegel) ist die Kapitalflussrechnung. Der „Deutsche Rechnungslegungsstandard Nr. 21 (DRS 21) Kapitalflussrechnung“ regelt die Einzelheiten zur Kapitalflussrechnung und wurde am 8. April 2014 im Bundesanzeiger veröffentlicht. Er ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31.12.2014 beginnen und ersetzt den DRS 2, der bislang die Kapitalflussrechnung regelte. Die wichtigsten Änderungen werden im Folgenden kurz dargestellt.

Der Finanzmittelfonds – die Größe, deren Veränderung in der Kapitalflussrechnung erklärt wird –wurde im DRS 21 neu bzw. eindeutiger definiert. Er beinhaltet nun zwingend neben den flüssigen Mitteln (Kasse, Bank, Schecks) auch die kurzfristigen Bankverbindlichkeiten. Diese Einbeziehung der kurzfristigen Bankverbindlichkeiten war im DRS 2 noch fakultativ. Darüber hinaus werden dem Cash flow aus der Investitionstätigkeit die Zins- und Beteiligungserträge, dem Cash flow aus der Finanzierungstätigkeit die Schuldzinsen zugeordnet. Diese beiden Größen wurden bisher dem Cash flow aus der laufenden Geschäftstätigkeit zugeordnet.

 

Über die Darstellung der Kapitalflussrechnung in Konzernabschlüssen hinaus ist zu beachten, dass diese Änderungen auch bei freiwilligen Kapitalflussrechnungen – beispielsweise in Prüfungs- oder Erstellungsberichten von Einzelabschlüssen – zu berücksichtigen sind, zumindest dann, wenn auf den DRS 21 Bezug genommen wird. Im Zuge einer Vereinheitlichung der in den verschiedenen Kapitalflussrechnungen dargestellten Größen ist es ohnehin wünschenswert, diese Änderungen flächendeckend umzusetzen.
Der DRS 21 ist im W+ST Forum abrufbar.

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Rudolf Kurzyca
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